Sie befinden sich hier: OTD-NET.de » Hintergrund » Ausgangssituation Deutsch | English |  Impressum | Sitemap

Site menu:


 

Haben Sie Fragen zu unseren Produkten und Dienstleistungen? Kontaktieren Sie uns!


Weitere Informationen finden Sie in diesem Flyer: 
Flyer OTD-NET

Flexibilität und optimierte Prozesse im Umfeld volatiler globaler Märkte

Globalisierte Märkte und ein verstärkter Wettbewerb bei gleichzeitig gestiegenem Kostendruck haben zu einer ständigen Optimierung und zu einer erhöhten Kundenorientierung geführt. Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz aus Niedriglohnländern haben Kunden mehr und mehr die Möglichkeit, Dienstleistungen und Produkte zu geringen Preisen von überall auf der Welt zu beziehen und lokale Unternehmen dadurch unter Druck zu setzen.

Um in diesem Marktumfeld zu bestehen, müssen Unternehmen heute auf innovative, individuelle und kostengünstige Produkte mit einer hohen Qualität und kurzen Lieferzeiten setzen. Nur wer in Gänze die Anforderungen der Kunden erfüllt und somit eine starke Kundenbindung erreicht, kann langfristig erfolgreich sein und auf dem Markt bestehen.

Die permanente Verbesserung und damit auch oft die Neugestaltung von Prozessen und Organisationsstrukturen eines Unternehmens und seiner Liefernetzwerke sind von zentraler Bedeutung für dessen Position am Markt. Gerade hier besteht die Möglichkeit durch gezielte Optimierung Kosten zu sparen und durch verkürzte Lieferzeiten und hohe Liefertreue den steigenden Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Insbesondere im Hinblick auf die in den letzten Jahren deutliche gestiegene Komplexität der Liefernetzwerke, die in der Globalisierung und der Verlagerung von Wertschöpfung auf die Zulieferindustrie begründet ist, ist die Gestaltung und Planung des Wertschöpfungsnetzwerks mitsamt seiner Prozesse auch vor dem Hintergrund der Liefertreue und der Sicherung der Lieferfähigkeit von zentraler Bedeutung. Diese Aufgaben des Supply Chain Design (SCD) und des Supply Chain Planning (SCM) als Unterfunktionen des Supply Chain Management (SCM) legen den Grundstein für ein robustes und konkurrenzfähiges Wertschöpfungsnetzwerk.

Abbildung 1: Schematische Darstellung eines Wertschöpfungsnetzwerks

Für die Prozessoptimierung ist es wichtig, Anforderungen einzuschätzen und Vor- sowie Nachteile unterschiedlicher Strategien bewerten zu können. Nur wenn es Unternehmen gelingt, Handlungsalternativen aufzuzeigen, zu bewerten und Transitionswege dorthin zu entwickeln, können sie dem massiven Handlungsdruck zur Wahrung der internationalen Konkurrenzfähigkeit genügen.

Im Fokus liegt hier insbesondere die Integration bzw. Kopplung des Auftragsabwicklungsprozesses (OTD-Prozess - Order-To-Delivery, das Auftragsmanagement) mit den informatorischen Prozessen, den Produktionsprozessen und den Materialflussprozessen des Wertschöpfungsnetzwerks. Der OTD-Prozess beschreibt den Weg von der Beauftragung eines Produktes durch einen Kunden bzw. Händler bis hin zur Auslieferung. In der Vergangenheit hat es sich für den Unternehmenserfolg als essenziell - aber auch als äußerst schwierig - erwiesen, aufzuzeigen, wie ein effizientes und gut abgestimmtes Management für Auftragsabwicklung, Einkauf und Produktion betrieben werden muss und welche Schritte und Anforderungen der Weg dorthin birgt.

Auftragsabwicklungsprozesse und Wertschöpfungsnetzwerke in der Automobilindustrie

Besonders in der Automobilindustrie, in der beinahe unüberschaubare Mengen an Rohstoffen und Bauteilen in differenzierten Prozessen kundenauftragsbezogen zu komplexen Produkten gefertigt werden, ist die Beherrschung und ständige Optimierung des Auftragsabwicklungsprozesses über das Wertschöpfungsnetzwerk hinweg eine wichtige und nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Fahrzeughersteller stehen vor der Aufgabe, die vielschichtigen Geschäftsprozesse in der Auftragsabwicklung detailliert zu erfassen und zu untersuchen um Fehlplanungen auszuschließen. Oberstes Ziel ist es, eine Über- oder Unterproduktion an allen Stellen im Netzwerk zu vermeiden, um so bei Vorhaltung niedriger Bestände und unter Berücksichtigung vereinbarter Flexibilitäten die Lieferfähigkeit zu sichern. Im Hinblick auf das zum Teil nur schwer zu prognostizierende Verhalten der Kunden, beinhaltet dies auch die Wahrung der Reaktionsfähigkeit des gesamten Netzwerks, um schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren und somit die Position im Wettbewerb zu verteidigen.

Ein optimierter Kunde–Kunde Prozess in einem abgestimmten und robusten Wertschöpfungsnetzwerk führt zu einer Steigerung der Liefertreue und somit zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit. Wer den Auftragsabwicklungsprozess und sein Liefernetzwerk beherrscht, erreicht eine gesteigerte Transparenz hinsichtlich erforderlichen Beständen und Kapazitäten bzw. deren Flexibilität und kann letztendlich durch gezielte Prozessoptimierung Kosten reduzieren und die Effizienz steigern.

Erfahren Sie mehr über das Supply Chain Management >>